Was ist Bärlauch

Bärlauch: Er zählt zu den kulinarischen Lieblingen der Gourmets, denn sein aromatisches Grün ist bereits erhältlich, wenn

Was ist Bärlauch

andere Gewürzpflanzen noch auf sich warten lassen. Doch beim Sammeln des beliebten Frühlingskrauts ist Vorsicht angesagt, es droht Verwechslungsgefahr mit mehreren Giftpflanzen.

Was ist eigentlich Bärlauch?

Vielleicht haben Sie Bärlauch bereits im Supermarkt entdeckt und fragen sich: „Was ist Bärlauch und wofür eignet sich das Gewürzkraut?“ Botanisch ist das Frühlingskraut mit Lauch und Zwiebeln verwandt, geschmacklich erinnert es stark an Knoblauch und wird deshalb gelegentlich auch Waldknoblauch genannt.

Der Geruch steigt einem bereits in die Nase, wenn man an den etwa 20 bis 30 Zentimeter langen, hellgrünen Blättern riecht. Spätestens beim Hacken entfaltet sich das knoblauchartige Aroma des Frühlingskrauts dann vollständig. Das liegt am enthaltenen Allicin. Einen Vorteil hat Bärlauch gegenüber Knoblauch: Der Verzehr verursacht weder Mund- noch Körpergeruch.

Wann hat Bärlauch Saison?

Die Bärlauch Saison liegt hauptsächlich im April und Mai. Mancherorts treiben die ersten Blätter bereits im März aus, doch sie sind noch klein und zart. Die Bärlauchzeit endet spätestens im Juni. Je nach Großwetterlage und Region kann die Pflanze schon im Mai blühen und verliert dann ihren typischen Geschmack. Mit der Blüte endet deshalb die Erntezeit.

Ist Bärlauch gesund?

Bärlauch enthält den medizinisch wirksamen Stoff Allicin. Allicin gilt als natürliches Antibiotikum, das bakterizid und fungizid wirkt. Nicht nur deshalb wird Bärlauch als Heilmittel angesehen und in Form von Tabletten und Lösungen zur Linderung unterschiedlicher Leiden benutzt. Dem Kraut wird nachgesagt die Durchblutung, den Stoffwechsel und die Verdauung anzukurbeln. Zudem stecken im Bärlauch Vitamine und Mineralstoffe, wie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Vitamin C.

Bärlauch sammeln: Vorsicht vor giftigen Doppelgängern

Anzufinden ist das Gewürzkraut an schattigen Stellen in Buchen- und Laubmischwäldern sowie an Flussufern. Bärlauch selber pflücken können Sie in solchen Gebieten im Frühling, noch vor Sommerbeginn blüht die Pflanze und die Erntesaison endet. Vorsicht beim Sammeln, schauen Sie genau hin! Denn auf den ersten Blick ist es leicht, Bärlauch mit seinen giftigen Doppelgängern Herbstzeitlosen und Maiglöckchen zu verwechseln.

Maiglöckchen

Bei Verwechslung von Bärlauch mit Maiglöckchen drohen Übelkeit, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen. Werden Herbstzeitlose für Bärlauch gehalten und verspeist, kann die Vergiftung sogar tödlich enden.

Die Symptome (brennendes Gefühl im Mund, Probleme beim Schlucken, Erbrechen, Krämpfe und blutiger Durchfall) treten verzögert einige Stunden nach dem Verzehr auf.

Oft wird Bärlauchsammlern dazu geraten die Blätter zwischen den Fingern zu zerreiben und daran zu riechen, doch dieser Tipp ist tückisch. Denn der knoblauchartige Geruch bleibt hartnäckig an den Händen haften und es fällt zunehmend schwerer zu unterscheiden, ob ein neu gesammeltes Blatt oder die Finger nach Knoblauch riechen. Somit funktioniert der Geruchstest höchsten einmal. Sicherer ist es auf das Aussehen der Pflanze zu achten, um eine Bärlauch Verwechslung auszuschließen. Bärlauchblätter sind auf der Unterseite mattgrün, die Blätter des Maiglöckchens glänzend.

Der Unterschied zu Herbstzeitlosen: Jedes Blatt des Bärlauchs hat einen eigenen Blattstiel,

Herbstzeitlose wachsen stiellos als Rosette aus dem Boden. Schauen Sie sich Bilder der verschiedenen Pflanzen genau an, bevor Sie im Wald Bärlauch sammeln gehen, um eine Bärlauch Verwechslung zu vermeiden.

Um den natürlichen Bärlauchbestand zu erhalten, sollte jeweils nur ein Blatt pro Pflanze geerntet werden. So können die Pflanzen genug Kraft für das kommende Jahr sammeln. In Naturschutzgebieten ist das Pflücken generell untersagt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nicht Bärlauch selber pflücken, sondern das Küchenkraut kaufen. Bärlauch kaufen können Sie im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt.

Wie lässt sich Bärlauch zubereiten?

Bärlauch Pesto

Bärlauch verleiht vielen Speisen einen angenehm knoblauchartigen Geschmack und wird oft für Kräuteraufstriche, Käsecremes, Bärlauchbutter, Bärlauchpesto, Bärlauchsuppe und Soßen verwendet.

Damit das Küchenkraut sein Aroma behält, sollte es nicht mitgekocht oder stark erhitzt werden. Auf diese Weise bleiben neben dem Aroma auch alle Nährstoffe erhalten und der Bärlauch gesund. Ideal ist es, das fertige Gericht mit frisch gehacktem Bärlauch zu verfeinern. Waschen Sie die Blätter gründlich ab, bevor Sie den Bärlauch zubereiten.

Das gilt insbesondere für Bärlauch, der auf Wald und Wiesen gesammelt wurde. Dann besteht die Gefahr, dass Eier des Fuchsbandwurms dranhängen. Sie sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar und können zur Echinokokkose, einer Lebererkrankung, führen. Nach dem Waschen entfernen Sie noch die harten Stiele und hacken die Blätter in kleine Stücke – fertig. Wenn Sie das Gewürzkraut ausprobieren möchten, sollten Sie erst einmal Bärlauch kaufen, so können Sie das Aussehen der Pflanze genau studieren und eine Verwechslung Bärlauch Maiglöckchen ist ausgeschlossen.

Kann man Bärlauch lagern?

Frische Bärlauchblätter halten nicht lange frisch und sollten möglichst am gleichen oder am Folgetag verbraucht werden. Wenn Sie Bärlauch aufbewahren möchten, können Sie die Blätter in feuchtes Zeitungs- oder Küchenpapier einwickeln und für etwa zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

 

Länger haltbar wird das Gewürzkraut nur, wenn Sie Bärlauch einfrieren oder trocknen. Erfahrungsgemäß ist es unkomplizierter den gewaschenen und gehackten Bärlauch einzufrieren.

Ideal in einem Eiswürfelbehälter. So können Sie längerfristig Bärlauch aufbewahren und haben passende Portionen immer griffbereit. Zudem bleibt das Küchenkraut durch Einfrieren aromatischer, als wenn Sie Bärlauch trocknen.